Einweihung des neuen Schulbusses

Schulbuseinweihung

 „Zeit is`s worn“ sagte Bürgermeister Dieter Schröfl bei der Segnung des neues Schulbusses in dieser Woche und spielte mit diesen Worten an, dass es Zeit wurde, den alten Bus aus dem Verkehr zu ziehen, auch darauf,  dass der Inbetriebnahme des neuen ungeahnte Schwierigkeiten entgegen standen, und dass es endlich an der Zeit war,  dass dieser  den kirchlichen Segen erhalte -  er läuft ja schon seit Ende Februar.

Schulleiter Reinhard Bohmann konnte im Pausenhof der Grund- und Mittelschule Bürgermeister und Schulverbandsmitglied Andreas Eckl aus Prackenbach begrüßen, von der Gemeinde Rattenberg die Geschäftsstellenleiterin Monika Michl und Kassenverwalter Walter Schwarz, Altbürgermeister Reinhard Schwarz und natürlich den  Busfahrer Karlheinz Wagner. Außerdem durften alle Schüler an der Segnung teilnehmen.  „Ich wünsche dem Fahrer und den Kindern, die mit dem Bus fahren,  so viel Glück im Fahrbetrieb, wie wir es mit dem alten Bus erfahren durften.  Gute Fahrt!  Kommt allzeit unfallfrei zur Schule und unfallfrei nach Haus“. 

 

„Seit Februar fährt der Bus, was noch fehlt, ist, ihn unter den Schutz unseres Herrgotts zu stellen“, sagte Bürgermeister Dieter Schröfl, Vorsitzender des Schulverbandes, dem neben Rattenberg St. Englmar, Konzell und Prackenbach angehören, und bat Pfarrer Pater Jacob um die Segnung.  Pater Jacob wandte sich an die Kinder: „Ich hatte in meiner Heimat Indien täglich einen Fußmarsch von 11 km zu bewältigen, 5 km hin und 6 zurück Ihr habt einen schönen neuen Bus erhalten, da könnt Ihr euch wirklich freuen“  Er betete:  „Schütze alle, die sich dieses Verkehrsmittels bedienen. Bewahre sie vor Gefahren und führe sie sicher zum Ziel. Lasse uns alle erkennen, dass Du selbst das Ziel unseres Lebens bist.“ Die Religionslehrerin Patricia Szörenyi sprach die Fürbitten: „Lehre uns im Straßenverkehr  Verantwortung, Rücksicht und gegenseitige Hilfe, damit wir dem  Wort des Apostels nachkommen – einer trage des anderen Last“.  Pater Jacob besprengte das neue Fahrzeug mit geweihtem Wasser.

 

„Zeit is`s worn“, sagte Bürgermeister Dieter Schröfl, „dass ein neues Schulbus angeschafft wurde“, und sang dann ein Loblied auf den alten, der 16 Jahre treue Dienste geleistet hat. Zwar stehen 313.000 km auf dem Tacho, aber technisch war er gar nicht so schlecht beieinand, wie ihm Busfahrer Wagner attestierte, aber die Karosserie!  Mit Blechen und Spachtel mussten  Löcher gestopft werden, zuletzt hat der TÜV-Prüfer angedroht,  „den guten alten Bus“  aus dem Verkehr zu ziehen.  „Es war gar nicht so einfach, den passenden Bus zu finden,  der auch noch bezahlbar ist.  Karlheinz Wagner war bei der Entscheidung gut  eingespannt. Der neue ist in Sachen Technik und Sicherheit auf dem neuesten Stand.  Er ist so motorisiert und ausgestattet, dass er mit den Streckenprofilen bei uns bestens zu recht kommt, auch im Winter dank der Unterwurfketten. Und auch optisch muss er sich nicht verstecken.“ An die Schüler richtete er die Worte:  „Nun hat ihr einen schönen neuen Bus. Geht pfleglich mit ihm um, er muss wieder einige Jahre seinen Dienst verrichten.  Ich wünsche Euch und dem Busfahrer allzeit gute Fahrt und Gottes Segen.“

 

„Habt ihr noch Fragen?“ Ja, die Kinder hatten noch Fragen: Wie viel hat der Bus gekostet?  Wie viele PS stecken unter der Haube?  Wie viele Sitzplätze hat er eigentlich?  Kann man auch Musik hören?  Schröfl war auskunftsfreudig: 100.000 €; 162 PS,  24 Sitzplätze, den Fahrersitz mit eingerechnet, alle mit Gurt, ja man kann auch Musik hören,  „aber nur, wenn es nicht zu laut ist im Bus“, warf Busfahrer Karlheinz Wagner ein. Man wollte auch noch wissen, wohin der alte Bus kam, wurde er verschrottet? Nein, wurde er nicht, er kam nach Nord-Deutschland,  aber Kinder transportiert er nicht mehr.