Wanderweg Nr. 10 - Rattenberger Höhenrundweg

Länge 5,1 km, Höhenunterschied 230 m, Gehzeit 2,5 Stunden, Schwierigkeitsgrad schwer
Wir wandern auf den Kramerschopf auf 709 m.

 

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Bayern Atlas  Wanderweg im Bayernatlas

Das Ziel des Rattenberger Höhenwegs ist der Kramerschopf, die höchste Erhebung im Hochholz, als Ausgangspunkt nehmen wir die kleine Kapelle am Ortsanfang von Hochholz. Um einer Verwirrung vorzubeugen: Hochholz ist der Name sowohl für eine Ortschaft als auch für einen Bergrücken. Wir beginnen also bei der Kapelle und nach wenigen Schritten Teerstraße biegen wir rechts in den Wald ein, halten uns gleich wieder rechts und sofort geht es bergauf und nichts als bergauf.

Grossansicht in neuem Fenster: Rattenberger HöhenrundwegDiese Route ist ja nicht ganz umsonst als „schwer“ eingestuft, wobei das „schwer“ immer relativ ist. Ganz wildromantisch führt sie uns über Wurzelstöcke und vorbei an großen Feldsteinen, hohe Fichten säumen den Weg, eine Art Hohlgasse nimmt uns auf. Rechts biegt ein Wegerl ab, das beachten wir nicht weiter, wir steigen links weiterhin bergan.

Gleich vorausgeschickt: es zweigen auf dieser Stecke eine ganze Menge Geh- und Fuhrwege ab, aber wir bleiben immer „auf dem rechten Weg Nr. 10“, der durch eine gute Markierung nicht zu verfehlen ist.

Grossansicht in neuem Fenster: Rattenberger HöhenrundwegBei einer kleinen Unsicherheit den Blick nach vorne schweifen lassen, der nächste markierte Baum steht bestimmt in Sichtweite. Bald kommen wir auf eine kleine Lichtung, auf weichem Grasweg durchstreifen wir einen „Anflug“ niederer Fichten. Bei der nächsten „größeren Kreuzung“ halten wir uns rechts, wieder ein ganz angenehm federnder Wiesenweg, dann gleich wieder links und hier finden wir ein Hinweisschild: Kramerschopf 709 m Höhe, dieses Ziel streben wir an. Es geht fortwährend Buckl auf, Buckl ab, mal steil, mal sehr steil, mal kurz ebenaus, wir wandern jetzt auf dem Kamm des Hochholzes. Der Weg reibt sich rechts aufwärts, der Wald ist hier lichter und wir können rechterhand einen Blick ins Nachbardorf Konzell werfen.

Es kommt ein kleiner Fichtenanflug und danach sehen das Schild: „Schöne Aussicht.“ Die lassen wir uns nicht entgehen, müssen uns aber „auf Abwege“ begeben und links abbiegen. Die Aussicht ist wirklich vortrefflich, vor uns liegt Rattenberg, dahinter Moosbach, noch weiter dahinter der Hohe Bogen und die Berge des bayerischen und böhmischen Waldes am Horizont. An diesem Aussichtspunkt hat vor kurzem die Dorfgemeinschaft Hochholz/Unterholzen ein neues Holzkreuz aufgestellt und segnen lassen. Eine Bank davor lädt zum Verweilen ein.

Grossansicht in neuem Fenster: Rattenberger HöhenrundwegZurück auf unserem 10er Weg, zeigt sich der eine ganze Strecke lang wie ein Urwald, es liegen Bäume und Äste wild durcheinander, Überbleibsel von Waldarbeiten, aber nicht im Weg, der ist frei. Links bietet sich ein freier Blick auf die Ortschaften Engelsdorf, Egern, Siegersdorf dem Hochholz gegenüberliegend, an.

Den nächsten ebenen Streckenabschnitt „wild zerklüftet“ zu bezeichnen ist zwar ein bisserl übertrieben, aber nur ein bisserl, er ist wildromantisch mit großen bemoosten Steinen, hohen Fichten, dicken Baumwurzeln, im abgefallenen Herbstlaub der Buchen rascheln unsere Schritte.

Grossansicht in neuem Fenster: Rattenberger HöhenrundwegAber es ist angenehm zu laufen. Wir kommen an eine Kreuzung, gekennzeichnt durch großen Buchenbestand, überqueren hier einen Waldweg, und dann heißts wieder rauf auf den nächsten Buckel – wir sind auf dem Kramerschopf angekommen. Auf eine „schöne Aussicht“ wird hingewiesen, dafür verlassen wir links wieder unseren markierten Weg und werden mit einem schönen Blick ins Tal mit den Dörfern Kriseszell, Wassersbühl, Steinachern belohnt.

Hier, auf einem Felsvorsprung ist ein im Winter beleuchtetes Kreuz aufgerichtet, auf dem Bankerl davor kann man ein bisserl verschnaufen.

Jetzt beginnt der Abstieg, stellenweise ganz schön steil. Wir werden einer Teerstraße ansichtig mit dem Hinweisschild „Streifenau-Zierling“,kurz davon gehen wir links weg und abwärts Richtung Oberumwangen. Die Häuser dieser Ortschaft liegen zu unserer Linken, wir biegen beim Ortsausgangsschild, bei einer Pferdekoppel, links ab und halten auf den Wald zu, vorbei an fruchtstrotzenden Apfelbäumen – es mag uns gehen wie der Eva, wir müssen in einen süßen Apfel beißen.

Ab einem Feldkreuz nimmt uns wieder ein Wald auf, der Waldweg führt uns schnurstracks und geradeaus zum Campingplatz in Unterholzen und zur Ortschaft selber. Noch ein kleiner Anstieg zur Hochholzkapelle, vorbei an einem Reiterhof, und auch der „schwere“ Rundweg ist geschafft.